Heilige drei Könige 2018

 

Flugdingsbums und Basler Rüsselmops-Kekse

Liebe Mopsianer und Erdenmenschen!
 
Fröhlich rübergerutscht ins 2018? Wollen wir’s hoffen.
 
Meinereins verbrachte den Jahreswechsel in der Wahlheimat Basel.
Der Liebe wegen.  
 
Wenn ich unterwegs bin, erlebe ich immer wieder Kurioses. Auch diesmal. Das war schon beim Einchecken am Flughafen Wien-Schwechat so:

Ich habe nur Handgepäck. Im Kofferl versteckt mein Comicheld Rüsselmops als Stofffigur. Beim Scannen verblüffte Gesichter: „Was ist denn das?“ Koffer, Rüssi und ich werden vom Rest der Reisenden abgedrängt und am Leibe auf Sprengstoffspuren abgecheckt.„Allmächtiger!“, denke ich im Stillen, „die werden doch nicht meinen Rüsselmops aufschlitzen wollen?“ Um es kurz zu machen: eine OP konnte gerade noch verhindert werden.
 
Dann die nächste Hürde. Kofferl passt nach vorgeschriebenen Maßen, wiegt aber 12 statt der erlaubten 8 Kilo. Ich soll Übergepäck bezahlen, das mehr kostet als der Flug. Kurz bevor der Roller am Fließband verschwindet, beäugt der Kontrolleur mein Ticket genauer, stoppt das Band abrupt und grinst: „Sie haben Glück, es ist genug Platz im Flieger, Sie fliegen allein.“
 
AUA, aber das war noch nicht alles. Als ich per Bus zum Flieger gebracht werde, stehe ich vor einer kleinen Propellermaschine, worin gerade mal 50 Leutchen Platz finden. Nur eine Hand voll Menschlein will Neujahr in Basel verbringen. Ich bin einer davon. Als ich den „Minivogel“ der Austrian Airlines erblicke, kann ich es nicht glauben, will mit meinem Handy das Szenario auf Bild festhalten. Im gleichen Augenblick erwischt mich eine Windböe, und meine Bordkarte macht gemeinsam mit losen Manuskriptseiten (die ich als Leselektüre dabei habe) einen verfrühten Abflug. Die paar Mitreisenden, unterstützt vom Flugbegleitern, sammeln am Flugfeld brav die Zettel wieder ein. Das dauert ein paar Minuten. Nach gelungener Aktion erscheint der Kapitän an der Eingangslucke: „So, können wir jetzt endlich starten!?“
 
Yes, fünf Stufen, und ich bin an Bord. Meine Sitzplatzreservierung ist unnötig. Gähnende Leere. Die Hälfte des etwas mehr als einstündigen Fluges bleibt es stockfinster. Kidnapping? Versteckte Kamera? Solche Gedanken kommen einem da in den Sinn.
 
Letztlich landete ich sicher und pünktlich in Basel am Rhein.
Silvester war gerettet.
 
Besonderes Highlight: Partnerin und ich kreierten und backten die weltweit ersten Rüsselmops-Kekse. Sie sehen lustig aus und wurden nach altem verrüsselten Geheimrezept hergestellt. So viel sei verraten: sie haben einen leicht außerirdischen Beigeschmack. Das bemerkte auch Naschkatze Shira. Schmatz.
 
Ich bin ganz sicher, dass Jahr 2018 wird wieder galaktisch und erlebnisreich.
Hoffentlich in friedlichem Sinne.
 
Guten Start und frohes Schaffen!
 
REINHARD (Habeck)
 

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© 2017 Reinhard Habeck