01. August 2014

Der Jungfraupark ruft!

Liebe Mopsianer!

 

Dieser Tage war ich Gast im JungfrauPark, ehemals MysteryPark, in Interlaken. Es war mein gefühlter 80ster Besuch. Und jedes Mal ist es ein Genuss im wunderschönen Berner Oberland. Initiator Erich von Däniken hat den Park 2003 mit großem persönlichen Engagement und ebensolchen Medienecho eröffnet. Der Starterfolg war fulminant.

 

Dann muss irgendetwas im Businessplan „verkehrt“ gelaufen sein. Denn, obwohl im Jahre 2005 noch über 200’000 Besucher in den Park strömten, folgte das Jahr darauf der Konkurs. Der MysteryPark wurde geschlossen. Das war bitter. Für EvD, die Betreiber, die Fans, die Gäste – für alle.

 

Wir leben in einer hoch technisierten schnelllebigen Zeit. Wenn ich heute einen PC kaufe, kann ich sicher sein, dass er Morgen bestenfalls als Wurfgeschoß dient. Die Shows im ehemaligen MysteryPark sind fantastisch, aber nach dem zweiten, dritten Ansehen, war’s das. Wir Menschen sind nun mal so „programmiert“, dass wir nie genug kriegen. Wir verlangen ständig nach weiteren noch größeren Sensationen. Die kamen im MysteryPark nicht blitzartig genug. Offenbar fehlte die Finanzkraft, um in jeder Saison, zumindest jeder zweiten, mit einer neuen Attraktion Besucher anzulocken.

 

Trotzdem: Totgesagte leben bekanntlich länger! 2009 wurde der Park unter neuem Namen wieder eröffnet, mit erweiterten Angeboten für Kids,  Möglichkeiten sportlicher Ertüchtigung,  der „Magical Oberland Duplex Show“ und dem Panorama-Café. Die wichtigsten „Mystery-Highlights“ gibt es nach wie vor. Und EvD selbst hält sporadisch Live Vorträge.

 

Seit Eröffnung vor über einem Jahrzehnt hat sich die filmische Animationstechnik stark weiter entwickelt. Dennoch kann z. B. die Lasershow „MegaStones“ lässig mithalten. Wer sie noch nicht erlebt hat, sollte das in Bälde nachholen. Und besonders originell: Im Maya-Pavillon taucht EvD so täuschend echt auf, dass man nicht glauben will, nur ein Hologramm vor sich zu haben.

 

Meinereins ist mit dem Däniken-Park verbunden. 2004 war hier, die von mir mitinitiierte „Unsolved Mysteries“-Sonderausstellung zu sehen, mit über 400 Originalstücken rätselhafter archäologischer Funde. Ein Überbleibsel davon ist das 7 Meter hohe Skelett im Erdgeschoß des Parks. Es ist eine Rekonstruktion aufgrund menschenartiger Riesenknochen, die in Ecuador gefunden wurden. Und im Orient-Pavillon gibt es Nachbildungen der  Reliefdarstellungen vom Hathor-Tempel von Dendera zu sehen, sowie eine etwas eigenwillige Interpretation des zugehörigen antiken „Leuchtkörper“-Modells.

2015 könnte es eine neue Überraschung geben. Stichwort: Schleichende Vermopsung der Welt und EvD’s Geburtstagsjubiläum. Gespräche mit Geschäftsführer Bernhard Zysset verliefen galaktisch gut. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

 

Rüssel hoch und zu den Sternen! 

 

REINHARD (Habeck)

 

Besuchertipp:

www.jungfraupark.ch

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